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Trauerbegleitung

Alltag bewältigen - Unruhe - Ängste - Leere - sich schützen - Schlaflosigkeit - Weinen - vergeben - Zerrissen - Liebe bewahren - wütend sein - Dankbarkeit empfinden ...  

Die Trauer ist ein natürlich aufkommendes Gefühl auf einen Verlust. Egal, ob wir einen lieben Menschen, unseren Arbeitsplatz oder einen Lebenstraum verloren haben.

Es lässt sich nicht bewerten, welcher Verlust am schwersten wiegt. Als Trauerbegleiter möchte ich Ihre individuellen Verlustereignisse  respektieren und ihnen wertschätzend begegnen:

  • In zugewandter Atmosphäre Raum und Zeit ermöglichen
  • Entlastungsgespräche möchten begleiten und tragen
  • Damit Sie getröstet einen sicheren Ort der Verbundenheit und Liebe finden
  • Die Gesundheit ist das A und O
  • In der Alltagsbewältigung Unterstützung geben 
  • Neue Zukunftspläne behutsam entwickeln   

Die Eigenschaft der Trauer

Je intensiver ein Bezug oder die Verbindung war, desto schmerzlicher äußert sich der Verlust. Ein solches Ereignis rüttelt unseren Körper, unsere Seele und unseren Verstand durcheinander und bringt unser Leben aus dem Gleichgewicht.

Wir fühlen uns im schlimmsten Fall zur Hälfte amputiert und verlieren für einen Moment unsere vertraute Identität. Angst und Panikattacken können uns in eine Sinnkrise führen. Warum trifft es gerade mich? Wie geht mein Leben weiter? Ein Wunsch nach Erlösung wird oftmals offenbar.

Damit wir diese seelischen Schmerzen aushalten und bewältigen können, reagieren wir zum Schutz mit Trauer. Ohne diese notwendigen Trauergefühle würde unsere Seele verdursten und ein bewusstes Abschiednehmen ist nicht möglich.

Die Trauer ist ein normaler Vorgang, der sich von Mensch zu Mensch individuell ausdrückt und auch unterschiedlich durchlebt wird. Dabei ist Traurigkeit nur eines der Gefühle. Wut, Schuldgefühle, aber auch Dankbarkeit und Freude können gemischt und auch zugleich auftreten. Das Verhalten ist normal irrational. Damit der Trauernde überlebt, wird er in dieser Lebensphase zu einem „gesunden“ Egoisten. Das kann z.B. bei verwaisten Eltern zu intensiven Konflikten und Spannungen in der Partnerschaft führen. 




Wie Fachleute den Trauerprozess bei Hinterbliebenen beschreiben

Roland Kachler (*1955) beschreibt als Theologe und Psychologischer Psychotherapeut in seinem Buch "Meine Trauer wird dich finden" einen neuzeitigen Traueransatz: Nicht das Loslassen ist im Trauerprozess zentral, sondern die zeitlebens erworbene Liebe zum Verstorbenen in einer neuen inneren Beziehung bewahrend an einem sicheren Ort weiterzuleben. 

Der Trauerprozess fand in den 70er Jahren mit der  renommierten Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross (†2004) große Beachtung. Sie formulierte 1969 fünf Phasen des Sterbens, die eng mit dem Erleben der Trauerbewältigung in Berührung stehen. Der Trauerprozess wurde daraufhin von Fachleuten untersucht und in vier Trauerphasen, die nach einander in recht starrer Form folgen, eingeteilt: Schock (kurzzeitig handlungsunfähig) → Kontrolle (Regelungen bis zur Beerdigung verlangen beherrschte Gefühle) → Regression (Rückzug und schrittweises Begreifen) → Adaption (langsame Rückkehr in die Realität und Lebensumstellung). 

1982 entwickelte die Psychotherapeutin und bekannte Autorin Verena Kast (*1943) frei nach Kübler-Ross ihr eigenes Trauermodell, wobei im Unterschied die Phasen im eigenen Rhythmus, dynamisch fließend ineinander wirken. Sie beschreibt den Trauerprozess als:

Nicht – Wahrhaben – Wollen; Aufbrechende Emotionen; Suchen, finden und sich trennen. In einem Prozess des Suchens wandelt sich die Trauer in einen neuen Selbst- und Weltbezug. Ein neues Zuhause entsteht, indem der Verlust einen Platz gefunden hat.



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